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Mit fünf Schritten zum beruflichen Erfolg – oder sind es doch ein paar mehr?!

Wie schaffen manche Menschen es, beruflich erfolgreich zu werden und andere wiederum nicht? Eine berufliche Erfolgsgeschichte hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Einige davon können nur schwer oder gar nicht direkt beeinflusst werden, wie beispielsweise wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder die Lage des Arbeitsmarktes. Auf andere Faktoren jedoch hat jeder einen großen Einfluss.


Es gibt nicht DIE eine ultimative Anleitung oder DAS eine universelle Konzept, das/die mit Garantie zum Erfolg führen. Aber es gibt eine Reihe von Prinzipien, die Erfolg zu haben, wahrscheinlicher machen. Um persönliche und/oder berufliche Ziele zu erreichen, können die nachfolgenden 5 grundlegenden Schritte als Leitfaden dienen, um verstärkt Potenzial auszuschöpfen und dem Erfolg ein deutliches Stück näher zu kommen – vielleicht sogar zu 100%. Dabei gilt es, ein paar grundlegende Punkte zu beachten. Alle fünf Schritte sollten i. gut beherrscht werden, ii. immer ein Schritt nach dem anderen durchgeführt werden und iii. in der richtigen Reihenfolge gemacht werden. Eine unklare Trennung zwischen den Schritten oder ein Vertauschen der Reihenfolge birgt die Gefahr, nur suboptimale Ergebnisse zu erreichen, da sie das Aufdecken echter Probleme behindern kann. Ebenfalls können hierdurch Informationen unter Umständen verloren gehen oder zu spät erkannt werden, die jedoch notwendig sind, um den nächsten Schritt optimal auszuführen.


Individualentwicklung Organisationsentwicklung
beruflicher Erfolg

Für den gesamten Prozess ist es wichtig zu wissen, dass Menschen Informationen in der Regel zunächst emotional und im Anschluss erst rational verarbeiten. So kann es im Alltag schnell zu Situationen kommen, in denen Gespräche, Meetings etc. entgleiten, da als erstes die Emotionen im Vordergrund stehen und dadurch nicht unbedingt rational argumentiert und entschieden wird. Im Falle des 5-Schritte Prozesses sollte dies bedacht und darauf geachtet werden, dass der gesamte Prozess rational bei gleichzeitiger (schonungslos) ehrlicher Selbstbetrachtung angegangen werden sollte. Wenn Emotionen die Oberhand gewinnen, ist es an der Zeit, inne zu halten und sich darauf zu besinnen, den Prozess ausschließlich objektiv, analytisch und rational zu betrachten.

Und nun geht´s los - der 5-Schritte-Prozess


Schritt #1: klare Ziele setzen

Ziele sollten immer so präzise wie möglich formuliert werden. Dabei ist es wichtig, klare Kriterien zu definieren, anhand derer ein Fortschritt und die Erreichung der Ziele messbar wird. Ebenso ist es unerlässlich eine Priorisierung der Ziele zu formulieren, die die Wichtigkeit der verschiedenen Ziele vorgibt. Um den Fokus zu behalten, ist es bei diesem Schritt maßgeblich, sich wirklich nur auf die Definition der Ziele zu beschränken und NICHT gleichzeitig auch darauf, wie diese erreicht werden können oder was getan werden muss, wenn etwas schiefläuft. Alle weiteren Überlegungen folgen dann in den nächsten Schritten – nacheinander und immer in der gleichbleibenden Reihenfolge.


Schritt #2: Identifikation von Hürden/Problemen, die die Zielerreichung hindern könnten

Zu Beginn dieses Schrittes sollten alle denkbaren Hürden/Probleme erfasst werden. Zu diesem Zweck sollten zunächst alle relevanten Informationen, die für die Beschreibung des jeweiligen Problems notwendig sind, vorab gesammelt und jedes Problem so klar, präzise und genau wie möglich beschrieben werden. Ebenfalls wichtig ist eine radikal aufgeschlossene und ehrliche Auseinandersetzung mit den Hürden/Problemen. Manche der Hürden/Probleme werden einen mit den eigenen Schwächen konfrontieren. Wie man auf den daraus möglicherweise resultierenden Schmerz reagiert, ist eine essenzielle Entscheidung. Wer in der Lage ist, schmerzhafte Situation erleben und aushalten zu können, der kann hierdurch bedeutende Erkenntnisse erlangen und aus diesen lernen. Den Schmerz zu erfahren und darüber zu reflektieren führt letztlich zum Fortschritt. Schmerzen sind der Ausgangspunkt echten Lernens! Nachfolgend sind einige häufige Hürden und Probleme aufgeführt, die bei der Zielerreichung auftreten können:


· Mangel an Zeit: Die Anforderungen des Alltags können dazu führen, dass es häufig schwierig ist, genügend Zeit für die Verfolgung der definierten Ziele zu finden. Schlechtes Zeitmanagement und fehlende Priorisierung können diesen Zeitmangel verursachen bzw. verstärken.

· Fehlende Motivation: Eine anfängliche Motivation kann mit der Zeit nachlassen, insbesondere wenn die Ziele langfristig sind. Weiterhin kann es zu dem Effekt der Ermüdung aufgrund fehlender Belohnungen oder Erfolge kommen. Dies muss man sich immer wieder bewusst machen und sich nicht zur „Aufschieberitis“ oder sogar zum Aufgeben verleiten lassen.

· Mangelnde Ressourcen: Wenn die notwendigen finanziellen, physischen oder intellektuellen Ressourcen zu gering vorhanden sind oder sogar fehlen, kann dies dazu führen, dass gesteckte Ziele nicht erreicht werden. Zusätzlich kann eine mangelnde finanzielle Planung dies verstärken.

· Widerstand von außen: Widerstand oder Kritik von anderen, die die Ziele nicht unterstützen oder verstehen, können eine große Hürde darstellen. Dies kann u.U. auf Missverständnissen oder Kommunikationsproblemen basieren.

· Unerwartete Ereignisse: Unvorhergesehene Umstände, wie z.B. Gesundheitsprobleme, persönliche Krisen oder Naturkatastrophen, können Probleme sein, die einen Fortschritt erheblich beeinflussen können. In diesen Fällen sind es häufig fehlende Notfallpläne oder Strategien zur Bewältigung von Krisen, die ein Scheitern bewirken.

· Fehlende Unterstützungssysteme: Eine fehlende Unterstützung von Freunden, Familie und/oder Kollegen kann ebenfalls eine Hürde darstellen, gesetzte Ziele zu erreichen. Ebenso ein unzureichendes Netzwerk oder eine mangelnde Kommunikation mit Unterstützern können das Erreichen von Zielen ausbremsen.


Schritt #3: Diagnose – Identifikation der URSACHEN von Problemen

Bei der Diagnose der Hürden/Probleme sollte nicht gleichzeitig daran gedacht werden, wie diese gelöst werden. Einfach nur diagnostizieren ist hier angesagt! Anhand einer systematischen Analyse sollte nach den zugrunde liegenden bzw. tiefer liegenden Ursachen gesucht werden. Ein Fragen nach dem "Warum" eines Problems ist dabei essenziell, um die Wurzeln dessen zu ermitteln. Das Ganze erfordert Geduld und häufig eine intensive Untersuchung der Faktoren sowie die Zusammenarbeit mit anderen Personen, um eine umfassende Sichtweise zu erhalten. Hier sind einige Punkte, die bei der Diagnose von Problemen helfen können:


1. Ursachenanalyse: Identifikation der unmittelbaren Ursachen eines Problems. Welche Faktoren führen direkt zum Auftreten des Problems?

2. Daten sammeln: Sammeln von Daten und Informationen, die zur Problemdiagnose beitragen können. Dies können Daten, Statistiken, Beobachtungen und Erfahrungen sein.

3. Brainstorming: Einholen der Perspektiven und Ideen von Anderen zur Problemursache. Ein Brainstorming kann vielfältige Ansichten aufdecken.

4. Fehlerquellen identifizieren: Prüfung, ob menschliche Fehler, technische Mängel, Kommunikationsprobleme oder andere Fehlerquellen die Ursache des Problems sein könnten.

5. Kategorisierung: Einordnung des Problems in Kategorien oder Strukturen, um mögliche Muster oder Trends zu erkennen.

6. Umfeld und Kontext: Identifikation möglicher Einflussfaktoren aus dem sozialen, wirtschaftlichen oder kulturellen Kontext.

7. Ursache-Wirkungs-Analyse: Verwendung von Tools wie beispielsweise Ursache-Wirkungs-Diagramme, um die Wechselwirkungen und Zusammenhänge zwischen Ursachen und Wirkungen zu verstehen.


Schritt #4: Formulierung von LÖSUNGEN, um die Probleme zu beheben

Bei der Formulierung von Lösungen ist es wichtig, realistische und praktikable Maßnahmen zu entwickeln, die auf die spezifischen Ursachen des Problems abzielen. Dabei sollte ein Plan erstellt werden, der sowohl die Maßnahmen als auch die jeweils verantwortlichen Personen und den Zeitrahmen, bis wann die Maßnahmen erfolgt sein sollen, festlegt.


Schritt #5: Tun was notwendig ist – die Probleme lösen

Bei diesem Schritt sollte es schließlich zur Umsetzung kommen, das getan werden, was nötig ist, um dem/n Ziel/en näher zu kommen. Dabei kann es hilfreich sein, die Lösungen schrittweise umzusetzen und den Fortschritt zu überwachen um sicherzustellen, dass diese tatsächlich zur Behebung des Problems beitragen. Das Erreichen der Ziele sollte primär im Vordergrund stehen auch wenn man sich dabei u.U. unbeliebt macht. Bei allen und jedem einen guten Eindruck hinterlassen zu müssen ist ein Fehlglaube, von dem man sich verabschieden muss. Weiterhin sollte man sich stets ins Bewusstsein rufen, dass bei der Umsetzung Fehler passieren werden und man diese akzeptieren und annehmen sollte. Misserfolge oder Rückschläge sollten als Chance zur Verbesserung und persönlichen Entwicklung genutzt werden. Dies kann beispielsweise dabei helfen, Resilienz zu entwickeln, also die Fähigkeit, sich von Rückschlägen zu erholen und gestärkt daraus hervorzugehen. Selbstvertrauen und Entschlossenheit werden gestärkt - eine wichtige Fähigkeit die dazu beitragen kann, langfristigen Erfolg zu erreichen.



Recruiting Führungsentwicklung
PEOPLECOSYSTEM


Die Umsetzung im Alltag


In einem Unternehmen oder einer Organisation finden wir ein komplexes Netzwerk von Individuen in einem bestimmten Umfeld oder Kontext mit gegenseitigen Abhängigkeiten, Beziehungen und Interaktionen zwischen Menschen in verschiedenen Rollen – ein organisatorisches menschliches Ökosystem oder wie wir es nennen Peoplecosystem. Es umfasst in einem Unternehmen oder einer Organisation Mitarbeiter, Führungskräfte und andere Interessensgruppen. Es geht darum zu verstehen, wie Einzelpersonen zusammenarbeiten, kommunizieren und zum allgemeinen Funktionieren des Unternehmens beitragen. Betrachten wir nun den Alltag eines Unternehmens, stoßen wir auf viele Themen, die zwar (noch) nicht unbedingt Hürden oder Probleme sind, die dennoch dauerhaft beachtet werden müssen. Die Wahrnehmung und „Pflege“ von Themen wie beispielsweise Kommunikation, Unternehmenskultur und effektive Führung sind Themen, die in einem Unternehmen sehr gut funktionieren können. Damit dies so bleibt, ist aber eine dauerhafte Beachtung und sensible Wahrnehmung notwendig. Und nun kommt die Herausforderung: den 5-Schritte-Prozess mit all diesen unterschiedlichen Individuen und Interessensgruppen zu vereinen und dabei die eigentliche Zielverfolgung nicht aus den Augen zu verlieren. Wie das funktioniert erfahren Sie nicht bei Ihrem Arzt oder Apotheker, sondern bei PREDICTA|ME. Let´s Rock it!



In Anlehnung an: Ray Dalio, Die Prinzipien des Erfolgs, Simon + Schuster, 2017

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