Böses Erwachen im Unternehmen – Der Unsicherheitsfaktor Mensch

Aktualisiert: 24. Aug.

Von Malin Meurer-PREDICTA|ME

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Ein junges Unternehmen mit einer vielversprechenden Idee, ein klarer Businessplan und ein gut definiertes Geschäftsmodell in einem Markt mit Wachstumspotential. Nur im Team gibt es noch Unstimmigkeiten über grundlegende Fragestellungen. Einige sind unzufrieden mit ihren Arbeitszeiten, andere fühlen sich von Kollegen und Chef nicht ausreichend mit eingebunden. Das wird sich doch mit der Zeit von alleine einspielen...oder nicht? Die Folge von fehlender Kommunikation und Unwissen über Gruppendynamiken: Der Ton im Team wird rauer, der Frust größer, der Vorwurf „passiver Aggressivität“ steht im Raum.


Ist es also ausreichend, auf Grundlage von KPIs und der Bilanzzahlen in eine gute Idee zu investieren? Alle erhobenen Zahlen beziehen sich in Unternehmen meist auf die Vergangenheit, nicht aber auf die möglichen Potenziale in der Zukunft.


Unternehmen scheitern nicht am Team, sondern im Team

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Probleme entstehen häufig, wenn das Team operativ „überladen“, zu homogen aufgestellt, oder nicht auf einer Wellenlänge ist. In vielen Fällen fehlt es auch an Management Kompetenz. Darüber hinaus gibt es auch externe Hindernisse, sollte es sich beispielsweise schwierig gestalten, am Standort geeignete Mitarbeiter zu finden. Dabei halten viele Manager die Notwendigkeit eines guten Betriebsklimas für eines dieser Soft Skills, die sich sowieso nicht direkt in Euro umrechnen oder abbilden lassen und überhaupt, auch nicht messbar sind. „Wir kommen doch gut voran, die Zahlen sprechen doch für sich...“


Oft fehlt der unternehmerische Weitblick - Augen zu und durch?

Die Unique Selling Proposition, das Alleinstellungsmerkmal von Unternehmen und Produkt. Was zeichnet das Unternehmen und das Produkt besonders aus? Womit hebt sich das Unternehmen von der Konkurrenz ab?


Was, wenn wir auch Gruppendynamik, Mitarbeiterzufriedenheit und den Grad der Begeisterung beim Arbeiten in dieses Alleinstellungsmerkmal mit einbeziehen könnten? Anstatt quantitative und qualitative Werte separat zu betrachten, sollte ein ganzheitliches Bild des Unternehmens nicht nur intern, sondern auch extern dabei helfen, Zukunftsaussichten beurteilen zu können, Handlungsvorschläge abzuleiten und langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. So fällt auch die Beurteilung zukünftiger Investitionen leichter, minimiert das Risiko von Unternehmenspleiten.


Team schlägt Idee


Oft gibt es den einen Visionär, der eine gute Idee hat und diese auch gut verkaufen kann. Aber lohnt es sich wirklich in etwas Zeit und Energie zu investieren, wenn keine Mitstreiter da sind, die mit ihm das Projekt nach vorne bringen können? Und wieder steht man vor der Frage: Woher weiß ich, wie gut das Team aufgestellt ist? Wie motiviert ist jeder einzelne? Wie wandelbar und flexibel ist die Gruppe?


"Gemeinsam Brücken bauen, statt die Karre an die Wand zu fahren."


Das menschliche Kapital wird in einer vermehrt digitalen Umgebung zum wichtigsten Element der Unternehmung, denn Wachstum entsteht nicht nur durch neue Produkte und Dienstleistungen, sondern durch optimal eingestellte Gruppen. Dabei spielt auch das Zusammenwirken eines guten Unternehmerteams mit seinen Investoren eine essentielle Rolle wenn es um Netzwerkaufbau, Kommunikation und Support geht. Investments hängen nicht nur von Produkt und Markt ab, sondern auch stark von den Menschen im Unternehmen. Dabei kann, wenn nicht ausreichend erkannt, der Mensch ein Unsicherheitsfaktor sein, auch wenn das Produkt gut ist. Denn auch wenn ein erfahrener Manager das Steuer übernimmt, ist das Risiko von der Straße abzukommen nie ausgeschlossen wenn der Beifahrer keine Karten lesen kann oder hinten im Auto nur gestritten wird. Im schlimmsten Fall rückt das gemeinsame Ziel in weite Ferne und das Team fährt im wahrsten Sinne des Wortes das gesamte Projekt an die Wand.


„Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen“ – Benjamin Franklin

Erfolgreiche Unternehmen entwickeln sich aus einer guten Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Geschäftsmodelle und Umsätze lassen sich dabei einfach anhand von Zahlen und Fakten bewerten. Wie aber treffen wir Vorhersagen über Teamgeist, Zukunftstauglichkeit und Stimmungen im Unternehmen?


Teams müssen besser beurteilt werden können: Wer steht hinter der eigentlichen Idee, welche Motivationen, welche Werte, Charakterzüge und Visionen. Subjektive und objektive Bewertungen und Analysen sollen valide Rückschlüsse auf die Strukturen und Prozesse innerhalb der Teams liefern. Dazu sind vier Dimensionen in der Organisation relevant. Diese beziehen sich auf die Eindrücke einzelner Persönlichkeiten in den Teams, das Verständnis über die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft mit klarer Zielsetzung, die Wahrnehmung des Führungsverhaltens und die Identifikation mit den Werten und Ausrichtungen der Gesamtstruktur.


Anhand solcher Fragestellungen wird man einheitlichere Schlüsse darüber ziehen können, welches Team wirklich den Durchbruch schafft, welche Ideen sich am Markt behaupten und wer den Wettbewerb letztendlich für sich bestimmt. Antworten von Mitarbeitern und Führungskräften geben durch regelmäßige Wiederholung Aufschluss über die Entwicklung des Unternehmens!


  • Welche Persönlichkeiten werden für eine Aufgabe benötigt?

  • Wie finden und halten wir die richtigen Mitarbeiter?

  • Wie kann die Teamzusammensetzung zum Erfolg beitragen?

  • Wie kann Diversität in der Organisation helfen oder hinderlich sein?

  • Was ist der teamspezifisch beste Weg zu "Führen"?

  • Wie entwickeln wir uns am besten als Organisation weiter?

  • Wie können wir die Stimmungen in den Einheiten regelmäßig wahrnehmen?

  • Wie können wir motivieren?

  • Warum sind einige Teams und Prozesse effektiver als andere?

  • Wie kann das Führungsverhalten förderlich oder hinderlich sein?


PREDICTA|ME folgt der Intention, ein Bewusstsein für den Faktor Mensch im Unternehmen herzustellen und dieses zu nutzen, um ungenutzte individuelle und organisationale Potenziale sichtbar zu machen und wirtschaftlichen Erfolg zu generieren. Denn nur was bewusst ist, kann auch förderlich gestaltet werden.